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KARINA HEUZEROTH Tierkommunikatorin

Tel: 0178 559 2803 - karina@tiergefuehle.de

TEIL 2: Nun vom Thema „Werte" aus dem 1. Teil des Artikels hin zum „Selbstwert"

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Nun vom Thema „Werte" aus dem 1. Teil des Artikels hin zum „Selbstwert":


Etwas, das ich in Einzelberatungen und Kursen oft erwähne: „Alles, was wir uns selbst Gutes tun, tun wir unseren Tieren Gutes. Weil sie dann nicht mehr so viel für uns übernehmen, mittragen müssen." Viele Menschen allerdings brauchen diese „Rechtfertigung", gut für sich selbst und ihre Bedürfnisse zu sorgen, weil sie sich sonst für egoistisch halten.


Manche Menschen mit Tieren versuchen, ihren Selbstwert aus ihrer persönlichen Sicht heraus zu steigern, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse für ihre Tiere zurückstellen, ja, sogar missachten.


Und genau das möchten die Tiere nicht! Der sehr verbreitete Perfektionsanspruch der Menschen an sich selbst (der in Zusammenhang mit ihrem Selbstwertgefühl steht) ist eher eine Belastung für ihre tierischen Mitbewohner denn eine Verbesserung ihrer Lebensqualität, und auch die Menschen sind oft nur vordergründig glücklich damit. Der viel benutzte Begriff „Opferrolle" trifft hier in gewissem Maße zu. Aber wenn jemand das Gefühl hat, sich zu „opfern" , wertschätzt sich dieser Mensch?? Verzicht bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir wertvoller sind, weder für das Tier noch für uns selbst noch für andere Menschen.


Eine Reiterfreundin, deren Stute chronischen Husten hatte trotz aller guten Fürsorge, litt selbst unter Asthma. Als ich sie bat, dass sie das doch auch mal ursächlich bei sich selbst anging, war ihre Antwort: „Nein, erst mal soll mein Pferd gesund werden, dann schau ich nach mir." Hm, SO kann es nicht funktionieren. Nur gemeinsam kann das in einer engen Gemeinschaft heilen, ansonsten übernehmen Mensch und Tier immer wieder gegenseitig ihre Themen. Als sie sich dann tatsächlich in naturheilkundliche Behandlung begab und tatsächlich das Asthma weitestgehend in den Griff bekam, welch Wunder; war auch der Husten der Stute weg.


Die TierärztInnen, die in meine Kurse finden, sagen fast alle, dass sie das sehr häufig erleben: Dass ihre tierischen Patienten die gleichen Krankheiten haben wie ihre Menschen. Keine Überraschung ;o).


Nun zum Thema Selbstliebe:


So häufig hören/lesen/sehen wir: „Du kannst nur aufrichtig lieben, wenn du dich selbst liebst." Und da spielt es keine Rolle, ob es ein Mensch oder ein Tier ist. Die logische Schlussfolgerung ist, dass die Liebe zu anderen Lebewesen der Selbstliebe folgt, ergo ist diese VORHER vorhanden. Oder zumindest gleichzeitig.


Die Tiere freuen sich mit uns, wenn wir uns etwas Gutes tun, auch, wenn es für sie eine Veränderung oder vielleicht sogar …, ja „Verzicht" bedeutet. Sie nehmen die Umstände, wie sie sind. WENN ihr Mensch diese ebenso selbstverständlich und mit Selbstachtung fühlt und übermittelt. Niemand braucht z.B. jahrelang, jahrzehntelang auf ein Treffen mit UNSEREN Artgenossen, zu verzichten, um die Tiere nicht „alleine" zu lassen. Wie oft erzählen mir Kund/innen „Ich gehe ja schon nicht mehr weg, um mehr Zeit für meine Tiere zu haben, sie nicht allein zu lassen".


Aber die Tiere möchten doch, dass auch wir Kontakt mit UNSEREN Artgenossen haben! Sie möchten, dass uns die Zeit mit anderen Menschen ebenso viel wert ist wie die Zeit mit den tierischen Mitbewohnern. So, wie sie Kontakt mit befreundeten Artgenossen brauchen und ihre Menschen sorgen dafür, weil es für sie selbstverständlich ist, ist es für uns ebenso notwendig. Mit dem Tier gemeinsam, falls es nicht gut alleine bleiben kann.


Zu viel Fokus und Überfürsorglichkeit hat auf sie den gleichen Effekt wie auf uns: Keine Chance, Eigenverantwortung zu tragen und selbständig zu werden oder zu sein. Was zur Folge haben kann, dass sie, wie auch wir, immer unsicherer und in der Persönlichkeitsentwicklung und somit im Selbstwertgefühl gehemmt werden. Und auch ihre HalterInnen weben dadurch weiter an ihrem eigenen engen Kokon. Da in einer Gemeinschaft lebende Mitglieder, Menschen oder Tiere, sich gegenseitig energetisch beeinflussen – ist das Resultat vorhersehbar.


Wenn wir, im übertragenen Sinne und auch real, gelegentlich in die Welt hinausgehen, dafür ggf. die Versorgung der Tiere mal anderen, zuverlässigen Menschen anvertrauen, und zufrieden und bereichert zurückkommen – wie sehr freuen sich die Tiere mit uns! Sie spüren unsere Gefühlslage, die freudiger ist nach schönen Erlebnissen, unabhängig davon, ob sie dabei waren oder nicht. Und es fällt die Aufgabe von ihnen ab, die mehr oder weniger bewusste Unzufriedenheit mit uns selbst zu spüren und oft genug mitzutragen. Veränderung und neue Impulse bergen auch für die Tiere die Chance zur Weiterentwicklung Wir sollten uns selbst so viel wert sein, ebenso gut für uns zu sorgen wie für unsere Tiere, das ist ganz in ihrem Sinne. Eine ausgewogene Balance hierin ist, wie so oft im Leben, für alle Beteiligten erfüllend.


Natürlich gibt es uns ein gutes Selbstwertgefühl, dass die Tiere, die wir lieben, uns ebenfalls lieben, ohne uns zu bewerten, jedenfalls nicht nach menschlichen Kriterien – „wie seh ich aus, was zieh ich an, wie liegen die Haare heute ;o)" etc. Liebe eben, ohne dass sie an Bedingungen geknüpft ist!


Dass wir uns für sie als verlässlich im Alltag und somit vertrauenswürdig erweisen sollten, ist ein anderes Thema, das mit urteilen und bewerten nichts zu tun hat, sondern damit, sich die Aufmerksamkeit und den Respekt der Tiere zu verdienen.


Wir können uns davon inspirieren lassen: So gut es uns möglich ist als Menschen mit einem Gehirn, das auf oft schwer zu kontrollierende und mehr oder weniger subtile Weise zu Komplikationen neigt ;o), bestmöglich nicht bewerten, nicht einschätzen, nicht ver- oder beurteilen – möglichst einfach DA sein, mit der größtmöglichen Präsenz und sich selbst als auch das Umfeld wahrnehmen.


Für mich persönlich ist Selbstwert zu fühlen bzw. ihn zu finden und zu leben ein niemals endender Weg. Manchmal geht es drei Schritte auf diesem Weg vorwärts, mit Selbstverständlichkeit und Nonchalance, dann wieder ein Stück zurück. Solange es uns bewusst ist und wir es an uns achten, dass unser Leben sich nicht schnurgerade immer nur vorwärts, vorwärts entwickelt, sondern auch mal innehält, einen Umweg einschlägt oder gar Schritte zurück macht, ist alles in einem guten Fluss.


Ich wünsche euch allen viel Spaß beim immer neuen Entdecken eurer Werte und eures Wertes. Für euch und für eure Tiere.


Von Herzen


Karina 

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Comments 2

Guest - Barbara Echtler (website) on Sonntag, 05. Mai 2024 08:33

Liebe Karina, dein Artikel ist so wunderbar! Zu 100% erlebe ich es täglich genau so wie du es beschreibst, in meiner Praxis und auch immer wieder mal bei mir selbst 🙈! Das heißt stetig dranbleiben, an sich arbeiten, reflektieren und offen sein für alles…….und bedingungslos lieben, auch sich selbst……..! Und sich selbst täglich in den Arm nehmen, sich selbst ganz fest drücken und sich auf die Schulter klopfen😉! Da freuen sich unsere Tiere mit uns ❤️. Danke für den bereichernden Artikel liebe Karina

Liebe Karina, dein Artikel ist so wunderbar! Zu 100% erlebe ich es täglich genau so wie du es beschreibst, in meiner Praxis und auch immer wieder mal bei mir selbst 🙈! Das heißt stetig dranbleiben, an sich arbeiten, reflektieren und offen sein für alles…….und bedingungslos lieben, auch sich selbst……..! Und sich selbst täglich in den Arm nehmen, sich selbst ganz fest drücken und sich auf die Schulter klopfen😉! Da freuen sich unsere Tiere mit uns ❤️. Danke für den bereichernden Artikel liebe Karina
Guest - peggy schmah (website) on Dienstag, 07. Mai 2024 07:28

Dankeschön Karina für deine Worte! Kann ich auch nur betätigen. Ja, das beste, was wir für die Gesundheit unserer Vierbeiner tun können, ist auf uns selbst zu achten.

Dankeschön Karina für deine Worte! Kann ich auch nur betätigen. Ja, das beste, was wir für die Gesundheit unserer Vierbeiner tun können, ist auf uns selbst zu achten.
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